Graf Wolfgang Berghe von Trips

( 04.05.1928 Horrem / D - 10.09.1961 Monza / I )

In den Jahren 1935 bis 1938, da war er gerade einmal 10 Jahre alt, fuhr er mit seinem Vater sehr oft zum Nürburgring, der von Köln ja nicht weit entfernt liegt. Das Duell Mercedes gegen Auto Union hatte er hautnah miterlebt und wie sein Idol Bernd Rosemeyer machte er später seine ersten Schritte im Motorsport auf zwei Rädern. Für Mercedes bestritt er, unter dem legendären Rennleiter Alfred Neubauer, Mitte der fünfziger Jahre Sportwagenrennen. Axel Linther, der Name stammte aus einem ausgestorbenen Zweig der Familie, war das Pseudonym, unter dem er, noch als Student, seine ersten Autorennen fuhr. Wenn er startete, kamen hundertausende an die Pisten, lauschten Millionen Menschen gespannt an den Radiogeräten, denn der Aristokrat war nicht nur Botschafter, sondern auch Volkstribun. Spaniens späterem König Juan Carlos brachte er das Autofahren bei, ohne selbst jemals eine Fahrprüfung abgelegt zu haben. Der Nachwuchs war ihm sehr am Herzen gelegen, er hatte zur Förderung junger Talente die Renngemeinschaft Scuderia Colonia gegründet.

Der Mann von der Burg Hemmersbach, letzter derer von Trips, hatte an diesem lauen Spätsommertag 1961 in Monza keine Chance zu überleben. Nur der Tod, ausgelöst durch den Fehler eines Konkurrenten, konnte ihn vom Weltmeistertitel trennen und dies nur um einen einzigen Punkt.

Formel 1 1956 bis 1961

27 Grand-Prix

56 WM-Punkte

2 Grand-Prix-Siege

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