Ronnie Bengt Peterson

( 14.02.1944 Örebro / Schweden - 11.09.1978 Mailand / Italien )

Bengt-Ronnie Peterson, ältester von 2 Söhnen eines Bäckers aus Örebro im östlichen Mittelschweden. Die Schule verliess er mit 16 Jahren, um Aufzugmonteur zu werden. Skandinavien war gerade dabei, den Anschluss an den internationalen Rundstreckensport zu finden. Ganz in der Nähe von Petersons Heimatstadt Örebro war die Strecke von Karlskoga entstanden. Vater und Sohn Peterson betrieben eigenes Kart Team. Ihre Karts hatten schon sehr bald Magnesium-Räder und sogar Scheibenbremsen. Ronnie Peterson siegte wann und wo er wollte. Er gab sein Debüt in der Formel 3 in einem Svebe, den sein Vater gebaut hatte, der sich aber bald als derartig teuer erwies, so dass Peterson auf einen gekauften Brabham, später auf einen Tecno umstieg. Ronnie Peterson beherrschte die internationale Formel 3 Szene bis 1969 wie kaum ein anderer. Beim Grand Prix von Monza gab er im gleichen Jahr auf einem Werks-Tecno sein Formel 2 Debüt. Das Budget für Petersons erste Grand Prix Saison war so bescheiden wie seine Ausrüstung, denn ihm stand lediglich ein einziges Chassis und ein einziger Motor zur Verfügung. Das Debüt in Monaco verlief mit Platz 7 dennoch vielversprechend, doch in Zeltweg war er erst gar nicht am Start, weil nach einem Motorschaden in Hockenheim kein Ersatztriebwerk zur Verfügung stand. In Mexiko lehnte der Veranstalter Petersons Nennung ab. 1975 blieb Peterson auf der Nürburgring-Nordschleife beim Training zum Grand Prix von Deutschland ausgerechnet im Streckenabschnitt Breidscheid, 12 Kilometer von Start und Ziel entfernt, liegen, weil er das Signal der Lotus Box zum Nachtanken einfach nicht gesehen hatte. Doch die Strecke führt an dieser Stelle mitten durch das Dorf, zum nächsten Parkplatz geht man nur die Böschung hinunter, wo ein BMW Fahrer seinen Reservekanister mit 10 Liter Superbenzin aus dem Kofferaum holte, damit der einst beste Rennwagen der Welt, der Lotus Ford 72, weiterfahren konnte. Zahlen brauchte Peterson natürlich nichts und der Mann erzählt diese Geschichte bestimmt noch heute.

Im September 1978 kommt es zu beim GP von Italien zu einem Massencrash nach dem Start. Diverse Fahrzeuge sind verwickelt, so auch der Lotus Ford 78 von Peterson, der in Flammen aufgeht. Das Life Support System, das dem Piloten Sauerstoff in den Helm zuführte, funktioniert. Ronnie Peterson hatte die Feuerhölle der Startrunde überlebt, nicht aber die nachfolgende Beinoperation. Das Hospital wurde zum Tollhaus, Fernsehen und Radiosender berichteten live aus dem Operationsaal und auf dem Fussboden lagen soviel Zigarettenreste wie sonst nur in einem Bierzelt. Das Ende des Ronnie Peterson war die öffentliche Hinrichtung eines Unschuldigen. Er verstarb durch eine Chlorgas Überdosierung der behandelnden Ärzte.

Ronnie Peterson: 10 GP Siege/ 14 Pole Position

9 schnellste Rennrunden / 206 GP Punkte

zurück? click Pfeile