Michele Alboreto

( 23.12.1956 Mailand / Italien - 25.04.2001 Lausitzring / Deutschland )

Michele Alboreto wurde am 23.12.1956 als Sohn eines Italieners und einer Libyerin in Mailand geboren. Er bestritt Formel Monza, Formel Italia,Formel 3 (1980 italienischer Meister der Formel 3) und Formel 2 Rennen. Sein großes Vorbild war Ronnie Peterson. Als Erinnerung an den schwedischen Formel 1 Piloten entstand das blau gelbe Helmdesign von Michele. Seinen ersten Formel 1 Einsatz hatte er 1981 bein GP von San Marino in Imola auf einem Tyrrell-Ford, schied jedoch bereits nach 31 Runden durch eine Kollision aus. In der Saison 1982 konnte sich Michele endgültig in der Formel 1 etablieren. Nach einem sechsten Platz in Rio, seinem ersten WM Punkt, folgte beim Saisonfinale in Las Vegas der erste GP Sieg mit über 30 Sekunden Vorsprung auf John Watson. 1983 erreichte er mit unterlegenem Material (Tyrrell fuhr 1983 weiterhin Saugmotoren, die Konkurrenz fast ausnahmslos Turbo Motoren) ein weiteren Sieg beim GP der USA. Dieser war gleichzeitig der letzte Sieg eines Tyrrell in der Formel 1. 1984 wurde Alboreto zum Ferrari Piloten. Die Hoffnungen der Italiener konnte Michele in seinen Jahren bei Ferrari (bis 1988) jedoch nie wirklich erfüllen. 1989 kehrte er nach erfolglosen Verhandlungen mit Williams zum Team Tyrrell zurück. Mitten in der Saison 89 (nach dem Kanada GP) mußte er das Tyrrell Team verlassen und zum schwächeren Lola-Lamborghini Team wechseln, da es Probleme mit seinem Zigaretten Sponsor gegeben hatte. Für die nächsten 3 Jahre unterschrieb er einen Vertrag beim Arrows Team (zwischenzeitlich wurde das Arrows Team in Footwork umbenannt). Bei seinen weiteren Formel 1 Stationen (BMS Lola Ferrari und Minardi) fuhr Michele aufgrund absoluter Materialunterlegenheit ständig unter seinen eigenen Ansprüchen. 1995 startete er dann für die Teams Schübel und Alfa Corse auf Alfa 155 in der DTM/ITC und gleichzeitig auf einem Ferrari 333SP in der IMSA Serie. Bei einem Gastspiel in der IRL 1996 belegte er umgehend einen hervorragenden 4. Platz. Neue Höhepunkte der Karriere konnte er schließlich in Langstreckenrennen finden. So gewann er gemeinsam mit Tom Kristensen und Stefan Johansson auf einem Joest Porsche die 24 Stunden von Le Mans 1997. Als Audi 1999 zum ersten mal an den 24 Stunden von Le Mans teilnahm, holten die Ingolstädter auch Michele Alboreto ins Team, der seinen Audi R8R als 4. ins Ziel brachte. Ein Jahr später wird er beim triumphalen Audi 3fach Sieg Dritter. 2001 startete er mit Audi in der American Le Mans Serie und feierte bei den 12 h von Sebring USA am 18.März 2001 seinen letzten großen Sieg. Als er am 25.April 2001 ebenfalls für Audi im Hinblick auf die 24 Stunden von Le Mans auf dem Eurospeedway Lausitz testete, kam es um 17:35 Uhr zum tragischen Unfall. Ein Hinterreifen seines Audis wurde durch einen Fremdkörper so stark beschädigt, das er bei hohem Tempo platzte. Das Auto hob ab, und flog über die Leitplanken. Alboreto erlitt dabei einen Bruch der Halswirbelsäule und war sofort tot. Den Doppelsieg von Le Mans widmete das Audi Team Michele Alboreto, der ohne seinen tödlichen Unfall dort am Start gewesen wäre.

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