Joakim Bonnier

( 31.01.1930 Stockholm / Schweden – 11.06.1972 Le Mans / Frankreich )

Joakim Bonnier stammte aus einer wohlhabenden schwedischen Professoren-Familie, was ihm den Einstieg in den Rennsport erleichterte. Er fährt zunächst in den Jahren 1954/55 in Schweden Tourenwagenrennen auf einem Alfa Romeo 1900. Später in England Tourenwagen- und Sportwagenrennen. Sein erster Formel 1 Lauf ist der GP von Italien, als er (dieses war damals noch möglich) nach wenigen Runden den Werks Maserati von Luigi Villoresi übernimmt. Trotz der Formel 1 bleibt Bonnier immer den Sport,- und GT Wagen treu. Auch in der Europabergmeisterschaft ist er am Start. 1958 wird er Vizemeister "am Berg" hinter Wolfgang von Trips. Im Jahre 1959 startet er in der Formel 1 für BRM, es gelingt der erste Sieg in Zandvoort. Dieser bedeutet gleichzeitig auch den ersten BRM Teamerfolg. Für Porsche bestreitet Bonnier die Sportwagen - Markenweltmeisterschft, siegt bei der Targa Florio 1960 und wird auf dem Nürburgring beim 1000km Rennen Zweiter. Im selben Jahr gewinnt er den GP von Deutschland, ausgeschrieben für Formel 2 Fahrzeuge, auf der Südschleife des Nürburgrings. Die Formel 1 Karriere von Bonnier dauert bis 1971. Er fährt unter anderem für das Team von Rob Walker an der Seite von Stirling Moss. Die gleichzeitigen Sportwageneinsätze erbringen Ihm Siege bei den 12 Std. von Reims und auf dem amerikanischen Chaparral von Jim Hall bei den 1000km in der Eifel. Er gründet die "Ecurie Bonnier" und setzt Lola Sportwagen unter eigenem Teamnamen ein. 1972 erreicht er seinen letzten Sieg beim 4 Stunden Vorbereitungs- und Qualifikationsrennen für die "24 Heures Le Mans". Am 10. Juni 1972 startet Bonnier zum 13. mal in Le Mans. In den frühen Morgenstunden des Sonntags kollidiert Bonniers Lola T280 mit zwei anderen Fahrzeugen in der Anfahrt auf die Indianapolis Kurve. Der Wagen wird in die Luft geschleudert und zerschellt in den Bäumen neben der Strecke. Er verstirbt an der Rennstrecke.

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